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Der Allianz Konzern und der Milliarden Gewinn 2012

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Der Allianz Konzern und der Milliarden Gewinn 2012

Am Donnerstag, 21. Februar 2013 sah sich die Allianz Societas Europaea, kurz SE in den frühen Morgenstunden zu einer Ad-hoc-Meldung veranlasst. Der Grund dafür war das überraschend positive Jahresergebnis 2012 mit einem operativen Ergebnis von 9,5 Milliarden Euro. Erst im vergangenen Oktober hatte die Allianz SE ihre vorläufige Gewinnprognose von zunächst 8,2 Milliarden Euro auf bis zu 9 Milliarden Euro angehoben.  Mit diesen Zahlen ist der gemessen am Umsatz und an der Marktkapitalisierung weltweit größte Versicherungskonzern nach Feststellung seines Vorstandsvorsitzenden Michael Diekmann auf allen Geschäftsfeldern nachweislich erfolgreich gewesen. Es gebe nicht eine Berichtszahl, die stagniere oder gar nach unten korrigiert werden müsse. Die Allianz SE mit Geschäftssitz in München firmiert mit der Holding und allen Tochtergesellschaften weltweit unter der Bezeichnung Allianz Group. Mit 106,4 Milliarden Euro war der 2012er Umsatz so hoch wie noch nie zuvor in der Firmengeschichte.

Erfolgszahlen bei Umsatz und Gewinn

Steigerung von Umsatz und Gewinn, zweistellige Zuwachsraten auf allen Geschäftsfeldern, 4,50 Euro Dividende je Aktie. Auf diese Erfolgszahlen lässt sich die umfangreiche Erfolgsmeldung der Allianz SE reduzieren. Auch die schärfsten Kritiker werden neidlos zugestehen, dass ein solches Ergebnis kein Selbstläufer ist. Dass die Allianz Group  ihre Aktivitäten auf mehrere Geschäftsfelder verteilt, hat sich auch im Erfolgsjahr  2012 positiv ausgewirkt. Naturkatastrophen verursachen naturgemäß Kosten bei Versicherern und Rückversicherern. Die sind im Berichtsjahr 2012 verhältnismäßig  moderat ausgefallen. Andererseits wurden die Ausgaben durch überproportionale Zuwächse in den anderen Versicherungsbereichen Leben, Unfall, Schäden  und Krankheit mehr als ausgeglichen. Mit rund einem Drittel ist das Asset Management an dem operativen Ergebnis beteiligt. Die weltweite Präsenz, verbunden mit einer ebenso globalen Akzeptanz lässt auch für das angelaufene Jahr 2013 Gutes und positive Ergebnisse erwarten.

Zahlen, Daten und Fakten sind der Alltag im Versicherungs- und Finanzdienstleistungsgeschäft. Während die 2012er Kostenquote bis auf eine marginale Abweichung auf dem Vorjahresniveau von rund 28 Prozent konstant blieb, reduzierte sich die Schadensquote im Jahresvergleich um 3 Prozentpunkte von zuvor 74 Prozent auf 71 Prozent im Berichtszeitraum. Derartigen Reduktionen stehen deutliche Umsatz- und Ergebniszuwächse in den einzelnen Versicherungssparten gegenüber. Minderausgaben auf  der einen und Mehreinnahmen auf der anderen Seite ergeben saldiert ein respektables Gesamtergebnis. Das Ansteigen von Zinserträgen oder die Verbesserung der Solvabilitätsquote, dem Leser eher als Eigenkapitalquote geläufig, werden bei  derartigen Vorergebnissen schon fast zum Selbstläufer.

Seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr  2013 korrigierte der Vorstandsvorsitzende Michael Diekmann gegenüber dem Vorjahr leicht nach unten. Von einer deutlichen ‚9‘ beim Ergebnis in Milliarden Euro wollte er aber doch nicht abrücken.

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